Das Volksbegehren der Initiative für Genuß Berlin, die eine Wahlfreiheit von Wirten und Gästen zwischen Raucher- und Nichtraucherkneipen erreichen wollte, ist an zu geringer Unterstützung gescheitert. Statt der nötigen 7 % der Wahlberechtigten, 171.223 Unterscrhiften, kamen nach Angaben des Landeswahlleiters innerhalb von vier Monaten nur 61.644 gültige Unterschriften zusammen. Das sind 2,52 % der 2.446.034 Wahlberechtigten.
Nach Bezirken aufgeschlüsselt ergibt sich folgendes Bild:
| Unterschriften | % | |
| Mitte | 5612 | 2,9 |
| Friedrichshain-Kreuzberg | 4688 | 2,8 |
| Pankow | 5317 | 1,9 |
| Charlottenburg-Wilmersdorf | 6912 | 3,2 |
| Spandau | 6573 | 4,1 |
| Steglitz-Zehlendorf | 4247 | 2,0 |
| Tempelhof-Schöneberg | 5984 | 2,6 |
| Neukölln | 5622 | 2,9 |
| Treptow-Köpenick | 3343 | 1,7 |
| Marzahn-Hellersdorf | 2998 | 1,5 |
| Lichtenberg | 3947 | 2,0 |
| Reinickendorf | 6401 | 3,5 |
| gesamt | 61644 | 2,5 |
In den Ostberliner Bezirken Pankow, Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf lag Unterstützung damit sogar über jener beim Tempelhof-Volksbegehren im vergangenen Jahr, was nur dank der starken Unterstützung in den Westbezirken das Unterschriftenquorum übersprang.
Laut Landeswahlleiter seien beim Raucher-Volksbegehren insgesamt 75.561 Unterschriften geprüft worden. 13.917 Unterschriften waren somit ungültig, was eine erstaunlich hohe Fehlerquote von 18,4 % ergibt. Aber vielleicht ist das damit zu erklären, dass schwerpunktmäßig in Kneipen gesammelt wurde.
