Archiv für Wahlverfahren
12.11.2009 um 17:11
· Gespeichert unter Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Cloneproof Schwartz Sequential Dropping, Condorcet-Methode, Mehrheit, Paarweiser Vergleich, Präferenzwahl, Satzung, Schulze-Methode
Vor einigen Monaten hatte ich einen Vorschlag für eine Satzungsregelung für das Wahlverfahren des Paarweisen Vergleichs (Condorcet-Methode) veröffentlicht (Version 1.0). Diese Satzungsregelung habe ich jetzt gründlich überarbeitet und dabei auch neu strukturiert.
Hier also die aktuelle Version 2.0: Den Rest des Beitrags lesen »
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20.10.2009 um 10:58
· Gespeichert unter Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit 5%-Hürde, Bundestagswahl, CDU, Die Linke, Ersatzstimme, Erststimme, Fünf-Prozent-Hürde, Grüne, Mehr Demokratie beim Wählen, Petition, Präferenzwahl, relative Mehrheit, SPD, Volksbegehren, Wahlrecht, Zweitstimme
Seit heute ist eine neue Online-Petition für die Einführung einer Ersatzstimme freigeschaltet.
Die Petition beinhaltet zum einen die herkömmliche Ersatzstimme: Der Wähler kann auf dem Wahlzettel angegeben, welcher anderen Partei seine Zweitstimme zu Gute kommen soll, falls seine eigentlich bevorzugte Partei an der Fünf-Prozent-Hürde scheitert. Den Rest des Beitrags lesen »
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2.10.2009 um 12:10
· Gespeichert unter Wahl, Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Berlin-Mitte, Bundestagswahl, CDU, CSU, Direktmandat, Erststimmen, Grüne, Linke, relative Mehrheit, SPD, Stimmenanteil, Wahlkreis
Nur 31 von 299 Direktmandaten bei der Bundestagswahl wurden mit absoluter Mehrheit gewonnen. 130 Direktmandate wurden mit weniger als 40 % gewonnen, 8 darunter sogar mit weniger als 30 %. Im Wahlkreis Berlin-Mitte genügten der SPD-Kandidatin 26,0 % der Erststimmen.
Folgende Grafik zeigt die Verteilung der Stimmenanteile der Gewinner und ihre Aufschlüsselung nach Parteien. Nachfolgend auch eine vollständige Übersicht mit Parteizugehörigkeit und Stimmenanteil des Wahlkreisgewinners für alle 299 Wahlkreise. Den Rest des Beitrags lesen »
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24.09.2009 um 10:45
· Gespeichert unter Wahl, Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Überhangmandate, Baden-Württemberg, Berlin, Bundestagswahl, CDU, Die Linke, Direktmandat, Erststimme, Erststimmen-Kampagne, Grüne, Instant Runoff Voting, Mehrmandatswahlkreise, Mehrpersonenwahlkreise, Präferenzwahl, relative Mehrheitswahl, Sachsen, Single Transferable Vote, SPD, Wahlkreis, Zweitstimme
Bei der bevorstehenden Bundestagswahl drohen viele Überhangmandate, die letztlich auch über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag entscheiden können. Um Überhangmandate von CDU bzw. CSU bei der Bundestagswahl zu verhindern, rufen Grüne in einigen Bundesländern inzwischen zur Wahl von SPD-Direktkandidaten auf. Dies wäre unnötig, wenn die Direktmandate durch Präferenzwahl vergeben würden. Den Rest des Beitrags lesen »
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22.09.2009 um 11:15
· Gespeichert unter Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Approval Voting, Delegierte, Gremienwahl, Kandidat, Minderheit, Single Transferable Vote, Verhältniswahl, Zustimmungswahl
Für die Wahl von Delegierten und repräsentativen Gremien empfehle ich seit einiger Zeit das Wahlverfahren der Übertragbaren Einzelstimmgebung (Single Transferable Vote, STV), da dieses eine Personenwahl und zugleich eine Verhältniswahl darstellt, also Minderheiten eine Vertretung aus eigener Kraft und entsprechend ihres Stimmenanteils ermöglicht.
Dieses Verfahren stößt jedoch an seine Grenzen, wenn es nur so viele Kandidaten gibt, wie Plätze zu besetzen sind. Denn in diesem Fall müssten eigentlich alle Kandidaten gewählt sein. Doch wenn bereits von vornherein feststeht, dass alle Kandidaten gewählt sein werden, würde durch die Wahl gar keine Entscheidung mehr getroffen und die Wahl wäre überflüssig. Den Rest des Beitrags lesen »
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18.09.2009 um 15:26
· Gespeichert unter Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Übertragbare Einzelstimmgebung, Droop-Quote, Kumulieren, Mehrheitswahl, Präferenzwahl, Quote, Single Non-Transferable Vote, Single Transferable Vote, SNTV, STV, Verhältniswahl
Teil 2: Wenn mehrere Gewinner ermittelt werden sollen
Kreuze für 2 Gewinner
So wie in Teil 1 die Frage war, ab welchem Stimmenanteil ein Kandidat mit Sicherheit gewonnen hat, wenn genau ein Gewinner ermittelt werden soll und der Kandidat mit den meisten Stimmen gewonnen hat, so stellt sich nun die Frage: Ab welchem Stimmenanteil hat ein Kandidat mit Sicherheit gewonnen, wenn zwei Gewinner ermittelt werden sollen und die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen gewonnen haben?
Es ist klar, dass bei einer Wahl mit mehreren Gewinnern ein geringerer Stimmenanteil genügt.
Nehmen wir an, die Stimmen von 100 Wählern verteilen sich folgendermaßen auf fünf Kandidaten:
A 30 Stimmen
B 28 Stimmen
C 22 Stimmen
D 12 Stimmen
E 8 Stimmen
A und B hätten gewonnen. Wenn sich aber die Wähler von E anders entscheiden und für C stimmen würden, läge C mit dann 30 Stimmen knapp vor B und gewänne, obwohl die Stimmenzahl von B unverändert ist. 28 Stimmen genügen also noch nicht. Aber auch A ist noch nicht auf der sicheren Seite, da er mit Hilfe der Stimmen der Wähler von D noch auf den dritten Platz verdrängt werden könnte, wenn sich diese so auf B und C verteilen, dass B und C auf jeweils mehr als 30 Stimmen kommen. Daher sind auch 30 Stimmen noch nicht genug. Den Rest des Beitrags lesen »
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18.09.2009 um 15:09
· Gespeichert unter Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Gewinner, Instant Runoff Voting, Kandidat, Präferenzwahl, relative Mehrheitswahl, Single Transferable Vote, STV, taktisches Wählen
In letzter Zeit habe ich einiges zur Funktionsweise von Präferenzwahlverfahren für Wahlen mit mehreren Gewinnern veröffentlicht. Allerdings handelte es sich oft eher um technische Einzelheiten, die sich an Leute richteten, die die Grundidee schon verstanden haben.
Bislang fehlte jedoch noch eine leicht verständliche Einführung, die eine Antwort auf die grundsätzliche Frage gibt, wozu denn überhaupt Präferenzwahlverfahren nötig sind. Was also ist die Motivation dahinter und welche Probleme sollen sie lösen? Der folgende Text soll genau dies beantworten.
Die Logik von Präferenzwahlverfahren mit mehreren Gewinnern (STV) wird besser verständlich, wenn man sie im Zusammenhang mit der Präferenzwahl für Wahlen mit einem Gewinner (IRV) betrachtet und die Mehrere-Gewinner-Variante gewissermaßen als Fortsetzung und Verallgemeinerung der Ein-Gewinner-Variante versteht und aus dieser herleitet.
Aus diesem Grund besteht der Text aus zwei Teilen: Im ersten Teil dieser Einführung geht es um Wahlen, bei denen am Ende genau eine Person gewählt sein soll. Im zweiten Teil geht es um Wahlen, bei denen mehrere Personen gewählt sein sollen.
Es wird jeweils kurz dargestellt, warum Präferenzwahlverfahren zu faireren Ergebnissen, mehr Auswahl, weniger verschwendeten Stimmen und weniger taktischem Wählen führen.
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6.09.2009 um 20:57
· Gespeichert unter Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Alternative Vote, Einer-Wahlkreise, Instant Runoff Voting, IRV, Liberal Democrats, Mehrheitswahlrecht, Präferenzwahlverfahren, relative Mehrheitswahl, Wahlrecht
Unter Anhängern der Übertragbaren Einzelstimmgebung gibt es eine Debatte (z.B. hier und hier) darüber, ob die Einführung der Präferenzwahl in Einer-Wahlkreisen (Instant-Runoff-Voting (IRV) oder Alternative Vote (AV)), wie sie in Australien praktiziert wird, eine Verbesserung oder eher eine Verschlechterung gegenüber der in Großbritannien, Kanada und den USA geltenden relativen Mehrheitswahl wäre. Den Rest des Beitrags lesen »
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4.09.2009 um 09:34
· Gespeichert unter Landtagswahl, Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit CDU, Die Linke, Direktmandat, Erststimme, Mehrheitswahlrecht, relative Mehrheitswahl, Sachsen, SPD, Thüringen, Wahlkreis
Hin und wieder wird vorgeschlagen, in Deutschland – ähnlich wie in Großbritannien – ein relatives Mehrheitswahlrecht einzuführen. Bei dieser Wahlsystem wird nur mit einer Stimme und nur in Einer-Wahlkreisen gewählt; wer im Wahlkreis die meisten Stimmen hat, gewinnt.
Welche den Wählerwillen verzerrenden Effekte dies hätte, lässt sich gut an den kürzlichen Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen beobachten. Denn in den Wahlkreisen wird dort (wie auch in den Wahlkreisen der meisten anderen Bundesländern und auf Bundesebene) nach relativer Mehrheitswahl gewählt. Den Rest des Beitrags lesen »
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2.09.2009 um 11:39
· Gespeichert unter Landtagswahl, Wahlverfahren ·Verschlagwortet mit Die Linke, Dreierbündnis, Grüne, Koalition, Lafontaine, Landtagswahl, Maas, Matschie, Ministerpräsident, Ramelow, Regierungsbildung, relative Mehrheit, Saarland, SPD, Thüringen
Bereits vor der Landtagswahl in Thüringen verkündete SPD-Spitzenkandidat Matschie, er sei zwar offen für eine Koalition mit der Linken, werde aber deren Kandidaten, Bodo Ramelow, nicht zum Ministerpräsidenten wählen. Ramelow wiederum verwies darauf, dass es in einer Koalition üblich sei, dass die stärkere Partei den Ministerpräsidenten stelle. Und bereits die Umfragen sagten voraus, dass die Linke stärker sein werde als die SPD – und so kam es denn auch.
Dass die stärkere Partei den Regierungschef stellt, mag in einer Zwei-Parteien-Koalition richtig sein – auf eine Drei-Parteien-Koalition lässt sich dies indes nicht ohne weiteres übertragen. Den Rest des Beitrags lesen »
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