Präferenzwahl würde US-Vorwahlen demokratischer machen

Bei den Vorwahlen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten lichtet sich das Feld der Bewerber weiter. Nachdem Joe Biden, Christopher Dodd, Bill Richardson und Dennis Kucinich ihre Kandidatur wegen Aussichtslosigkeit zurückzogen, hat nun auch John Edwards das Hand geworfen, der in Iowa mit 30 % zweitplatzierter war und in Florida mit 14 % den drittgrößten Stimmenanteil hatte.

Edwards hat aber bereits einige Delegiertenstimmen gesammelt. Jene Bürger, die bei den bisherigen Vorwahlen für Edwards gestimmt haben, haben jetzt gewissermaßen Pech gehabt, da ihre Stimme vom jetzigen Zeitpunkt aus betrachtet unnütz war bzw. allenfalls symbolischen Wert hatte.

Da ja von vornherein bekannt ist, dass die im Laufe der Vorwahlen die schwächeren Kandidaten aussteigen, wäre es vernünftiger, die Vorwahlen nach einem Präferenzwahlverfahren zu organisieren. Die Wähler können dabei alle Kandidaten ihrer Partei durchnummerieren. Ihr Stimme zählt dann zunächst für den Kandidaten, dem sie die Nummer 1 gegeben haben. Wenn dieser später aus dem Rennen aussteigt, zählt die Stimme für den Kandidaten, dem sie die Nummer 2 gegeben haben. Wenn dieser auch schon ausgestiegen ist oder später noch aussteigt, zählt die Stimme für die Drittpräferenz usw.

Eine Stimme mit der Präferenzfolge: 1. Kucinich, 2. Edwards, 3. Obama würde jetzt für Obama zählen, da 1. und 2. bereits aus dem Rennen sind.
So könnten auch die Wähler von Edwards und den anderen schwächeren Kandidaten von Anfang an mitentscheiden, welchem der verbliebenen Kandidaten die Delegierten zukommen. Also, ob Hillary Clinton oder Barack Obama gewinnen soll.

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4 Kommentare »

  1. Benni said

    Ohje, das würde dann aber den Caucus in Iowa zu einem extrem komplizierten Verfahren machen…

  2. Es wäre wohl besser, wenn die dann auf Wahlzettel umsteigen.

  3. Da ist wohl jemand auf eine ähnliche Idee wie ich gekommen, Vorwahlen als Präferenzwahl durchzuführen: http://proletariat.wordpress.com/2007/12/30/democratic-caucus-and-stv/#comment-2051

  4. […] – was ich angesichts des Ausscheidens von John Edwards für die Wahl der Delegierten der Demokraten empfohlen hatte. Da aber tatsächlich mehrere Abstimmungsgänge stattfanden, war es in West Virginia kein Instant […]

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