Umfrage: Mehrheit für Pro Reli

Laut einer Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Berliner Zeitung unterstützt eine Mehrheit von 55 % das Anliegen des Volksbegehrens „Pro Reli“, das derzeitige Pflichtfach Ethik durch ein Wahlpflichtfach Ethik/Religion zu ersetzen und so beiden Fächern einen gleichwertigen Status zu geben. 40 % sprachen sich für den Status quo aus: Alle Berliner Schüler der 7. bis 10. Klasse sind verpflichtet, das Fach Ethik zu besuchen; zusätzlich können sie freiwillig am Religionsunterricht teilnehmen. Nach Angaben der Initiative sprachen sich unter den Schülern nur 28 % für den Status quo aus. Es wurde allerdings nicht angegeben, in welchem Alter die befragten Schüler waren. Die betroffenen Schüler der 7. bis 10. Klasse sind zwischen 12 und 17 Jahren alt. Üblicherweise werden bei repräsentativen Umfragen nur Menschen ab 14, 16 oder 18 Jahren befragt.

Unter der Anhängern von CDU, FDP, SPD und Linken war jeweils eine Mehrheit für ein Wahlpflichtfach. Bei den Anhängern der Linken war die Zustimmung mit 49 %, bei 47 % Ablehnung allerdings recht knapp. Die Grünen-Anhänger waren mehrheitlich dagegen. Es wurden 1000 Personen befragt.

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7 Kommentare »

  1. Benni said

    Da sieht man mal was direkte Demokratie anrichten kann. Eine Mehrheit für religiöse Indoktrination an staatlichen Schulen 😦

    Und wir regen uns auf, wenn sie im nahen Osten Islamisten demokratisch wählen…

  2. Naja, Meinungsumfragen sind noch keine Abstimmungsergebnisse. Wenn (im Mai oder so) die zweite Stufe des Volksbegehrens startet, dann wird sicherlich auch die Diskussion in den Medien und in der Bevölkerung zu dem Thema intensiver. Ich glaube, viele Bürger haben sich mit der Frage noch nicht intensiv befasst. Und mehr Wahlfreiheit klingt ja auch nicht schlecht.

  3. Florian Dieckmann said

    Hallo Benni,

    wenn die Indoktrination abwählbar ist, kann sie ja ganz so arg nicht sein…Nennt man „negative Religionsfreiheit“, daß man dann eben Ethik macht. Gibts im nahen Osten noch nicht so. Insofern gibts doch noch nen Unterschied. Und positive Religionsfreiheit ist eben, sich in Sachen Religion bilden zu dürfen. Ist halt ein Grundrecht.

    Schöne Grüße, und laß dich nicht zu doll indoktrinieren,
    Florian

  4. Hartmut Slomski said

    Was soll diese ganze Religionskacke?
    Allein durch die Abschaffung des Religionsunterrichts an den Schulen ließen sich jährlich 2,5 Milliarden Euro einsparen. Sogar weitere 14 Milliarden Euro jährlich durch Streichung sämtlicher Subventionen der Kirchen durch den Staat. Dazu noch weitere 620 Millionen Euro jährlich durch Wegfall des Unterhalts theologischer Fakultäten mit diversen Lehrstühlen. Und es ist doch wohl durch nichts einzusehen weshalb Erzbischöfe und Kardinäle bis zu 11.000 Euro monatlich vom Staat (also nicht etwa von deren Kirche!) erhalten während gleichzeitig viele Millionen Arbeitslose an HartzIV verrecken!

  5. Blutengel said

    Kleine Kinder und große Narren glauben an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, den Klapperstorch oder den lieben Gott! Inwiefern soll es gerechtfertigt sein solche riesigen Summen zu verschwenden, um an den Schulen durch den Religionsunterricht aus kleinen Kindern große Narren zu machen?

  6. Asmodis said

    Was hat das denn mit „Demokratie von unten“ zu tun durch die Erteilung des Religionsunterrichts gezielt Volksverdummung zu betreiben?

  7. Ich habe doch gar nicht behauptet, dass ich das Anliegen von „Pro Reli“ unterstütze. Ich habe darüber geschrieben, weil es sich um ein Volksbegehren handelt, dass gerade läuft. Es kann sein, dass sie die nötigen 170.000 Unterschriften bis 21. Januar zusammen bekommen. Ob sie im Volksentscheid dann eine Mehrheit bekommen, steht auf einem anderen Blatt.

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