Posts Tagged relative Mehrheitswahl

Mit Präferenzwahl Überhangmandate vermeiden

Bei der bevorstehenden Bundestagswahl drohen viele Überhangmandate, die letztlich auch über die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag entscheiden können. Um Überhangmandate von CDU bzw. CSU bei der Bundestagswahl zu verhindern, rufen Grüne in einigen Bundesländern inzwischen zur Wahl von SPD-Direktkandidaten auf. Dies wäre unnötig, wenn die Direktmandate durch Präferenzwahl vergeben würden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Eine kurze Einführung in Präferenzwahlverfahren (Teil 1)

In letzter Zeit habe ich einiges zur Funktionsweise von Präferenzwahlverfahren für Wahlen mit mehreren Gewinnern veröffentlicht. Allerdings handelte es sich oft eher um technische Einzelheiten, die sich an Leute richteten, die die Grundidee schon verstanden haben.

Bislang fehlte jedoch noch eine leicht verständliche Einführung, die eine Antwort auf die grundsätzliche Frage gibt, wozu denn überhaupt Präferenzwahlverfahren nötig sind. Was also ist die Motivation dahinter und welche Probleme sollen sie lösen? Der folgende Text soll genau dies beantworten.

Die Logik von Präferenzwahlverfahren mit mehreren Gewinnern (STV) wird besser verständlich, wenn man sie im Zusammenhang mit der Präferenzwahl für Wahlen mit einem Gewinner (IRV) betrachtet und die Mehrere-Gewinner-Variante gewissermaßen als Fortsetzung und Verallgemeinerung der Ein-Gewinner-Variante versteht und aus dieser herleitet.

Aus diesem Grund besteht der Text aus zwei Teilen: Im ersten Teil dieser Einführung geht es um Wahlen, bei denen am Ende genau eine Person gewählt sein soll. Im zweiten Teil geht es um Wahlen, bei denen mehrere Personen gewählt sein sollen.

Es wird jeweils kurz dargestellt, warum Präferenzwahlverfahren zu faireren Ergebnissen, mehr Auswahl, weniger verschwendeten Stimmen und weniger taktischem Wählen führen.

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Präferenzwahl in Einer-Wahlkreisen – eine Verbesserung gegenüber relativer Mehrheitswahl?

Unter Anhängern der Übertragbaren Einzelstimmgebung gibt es eine Debatte (z.B. hier und hier) darüber, ob die Einführung der Präferenzwahl in Einer-Wahlkreisen (Instant-Runoff-Voting (IRV) oder Alternative Vote (AV)), wie sie in Australien praktiziert wird, eine Verbesserung oder eher eine Verschlechterung gegenüber der in Großbritannien, Kanada und den USA geltenden relativen Mehrheitswahl wäre. Den Rest des Beitrags lesen »

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Verzerrungseffekte der relativen Mehrheitswahl am Beispiel der Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen

Hin und wieder wird vorgeschlagen, in Deutschland – ähnlich wie in Großbritannien – ein relatives Mehrheitswahlrecht einzuführen. Bei dieser Wahlsystem wird nur mit einer Stimme und nur in Einer-Wahlkreisen gewählt; wer im Wahlkreis die meisten Stimmen hat, gewinnt.

Welche den Wählerwillen verzerrenden Effekte dies hätte, lässt sich gut an den kürzlichen Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen beobachten. Denn in den Wahlkreisen wird dort (wie auch in den Wahlkreisen der meisten anderen Bundesländern und auf Bundesebene) nach relativer Mehrheitswahl gewählt. Den Rest des Beitrags lesen »

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Bürgermeister in NRW schon ab 27 % – Liste der Bürgermeister und Landräte ohne Mehrheit

Im Jahr 2007 haben CDU und FDP in NRW die Stichwahl bei Direktwahlen abgeschafft. Dadurch gewinnt, wer im ersten und einzigen Wahlgang die relative Mehrheit der Stimmen erhalten hat.

Am 30. August wurden deshalb 103 Bürgermeister und Landräte mit weniger als 50 % der Stimmen gewählt.

Hier die Liste dieser Minderheiten-Bürgermeister. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wellington: Mehrheit stimmt für Beibehaltung von STV

In Neuseeland kommen auf kommunaler Ebene zwei verschiedene Wahlsysteme zur Anwendung. Die Wahl der District Health Boards findet überall nach STV (Übertragbare Einzelstimmgebung) mit Meeks Methode statt. Den Rest des Beitrags lesen »

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British Columbia: öffentliche Finanzierung für Referendums-Kamapagnen zum Wahlsystem

Im Mai 2009 findet im kanadischen Bundesstaat British Columbia ein erneutes Referendum darüber statt, ob das bisherige Wahlsystem der relativen Mehrheitswahl in Einerwahlkreisen durch die Übertragbare Einzelstimmgebung (STV) in Mehrmandatswahlkreisen ersetzt werden soll.

Laut thetyee.ca wird die Regierung des Bundesstaates insgesamt 1,5 Millionen Kanadische Dollar (ca. 1 Million Euro) für Informationskampagnen über das vorgeschlagene Wahlsystem ausgeben. 500.000 Dollar gehen an Gruppen, die eine Pro-STV-Kampagne führen wollen, 500.000 Dollar an Gruppen für eine Gegenkampagne und 500.000 Dollar gehen zur Bereitstellung neutraler Informationen an das Büro des Generalstaatsanwalts. Beim ersten Referendum im Jahr 2005, bei dem mehr als 57 % für STV stimmten, aber die geforderte qualifizierte Mehrheit von 60 % verfehlt wurde, hatte die Pro-STV-Seite ein Budget von $51.829 und die Gegenseite $10.715.

Im Anschluss an den thethyee-Artikel gibt es eine ausführliche Debatte zwischen den Lesern über STV und die Citizens‘ Assembly, die den Vorschlag für das erste Referendum ausgearbeitet hatte.

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